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Ein gutes Jahr für die Deutsche Glas

Ein gutes Jahr für die Deutsche Glas

Vor rund einem Jahr wurde die Umstrukturierung der Saint-Gobain Deutsche Glas mit einer Aufteilung in die vier Geschäftsfelder Fenster/Fassade/Wintergarten, Solar, Innenausbau und Spezialprodukte abgeschlossen. Ingolf Ripberger, seit ebenfalls gut einem Jahr Geschäftsführer der Deutschen Glas, zieht im Gespräch Bilanz.


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Herr Ripberger, wie hat sich die Deutsche Glas im Hinblick auf die Umstrukturierung in den vergangenen zwölf Monaten entwickelt?

Der Erfolg hat uns recht gegeben mit unserer damaligen Entscheidung. Alle Bereiche haben sich gut entwickelt und das angestrebte Wachstum erzielen können. Es hat sich darüber hinaus eine Professionalisierung über diese Spezialisierung ergeben und damit haben wir die Kundenbindung deutlich verstärken können. Zusätzlich waren wir in der Lage, Synergien zu schaffen. Durch das Zusammenführen gleichartiger Betriebe in ein Geschäftsfeld sind bestimmte Tätigkeiten weggefallen und es konnten Entlastungen erzielt werden. Und die wiederum haben wir natürlich genutzt, um den Kunden mehr Service zu bieten und ihnen Vorteile zu verschaffen. Unterm Strich muss man sagen, die Entscheidung war exakt das, was wir damals gebraucht haben, und mich persönlich freut es, dass wir schon innerhalb des ersten Jahres so deutliche Erfolge damit erzielen konnten. Ursächlich für die rasche Entwicklung sind vor allem unsere Mitarbeiter, die diese Organisation sofort angenommen und mit enormem Einsatz erfolgreich umgesetzt haben.

Wie sehen Sie die kommende Entwicklung der Deutschen Glas angesichts der angespannten Wirtschaftslage?

Natürlich ist dieses Jahr 2009 nicht so schwungvoll gestartet wie das ausgesprochen gute Jahr 2008, aber wir haben jetzt auch ganz klare Vorteile durch unsere neue Strukturierung. Wir sind breit gefächert aufgestellt, und Anfang 2009 gab es Bereiche, die durch die lange Kälteperiode viele Aufträge noch nicht bearbeiten konnten. Durch unsere breite Aufstellung haben wir das ein gutes Stück in weniger wetterabhängigen Bereichen kompensieren können. Vor dem Hintergrund sehe ich 2009 sicherlich als Herausforderung an, aber ich möchte mich trotzdem nicht einreihen in die, die Krisenstimmung verbreiten. Es wird ein anspruchsvolles Jahr sein, aber ein zu bewältigendes. Wir sind gut aufgestellt, wir haben schon viele schwierige Jahre hinter uns gebracht, und wir werden auch das Jahr 2009 mit Erfolg hinter uns bringen.

Dank Energieeinsparverordnung, hoher Energiekosten und gestiegenem Umweltbewusstsein der Bevölkerung werden frühere Nischenprodukte wie z. B. das Dreifach-Isolierglasfenster immer mehr zum Serienprodukt. In welche Richtung wird es weitergehen?

Auf der Bau wurden wir sehr häufig gefragt, welche Entwicklung es in Richtung Wärmeschutz geben wird, ob es bald ein Vierfach- oder gar Fünffach-Isolierglas geben wird. Meine Einschätzung ist: Wenn der Aufwand, den Ug-Wert um ein oder zwei Zehntel zu reduzieren, enorme Kosten verursacht, wird der Markt dieses Produkt nicht annehmen und daher ist es auch kein Produkt, das für uns industriell Sinn macht. Es ist immer interessant, das theoretisch Machbare zu zeigen, aber dies sind dann nicht zwingend die Standardprodukte der Zukunft. Persönlich glaube ich, dass wir mit SGG Climaplus One und SGG Climatop in den verschiedenen Varianten für die nächsten zwei, drei Jahre sehr gut aufgestellt sind und diese bis zur nächsten Stufe der EnEV tatsächlich zum Standard geworden sind. Und darauf sind wir ausgerichtet, entsprechend haben wir auch unsere Produktionsmöglichkeiten umgestellt. Der kurz- bis mittelfristigen Zukunft sehen wir mit den bestehenden Produkten positiv entgegen.

Wie ist Ihre persönliche Bilanz nach einem Jahr Geschäftsführertätigkeit bei der Deutschen Glas?

Es ist immer angenehm, auf ein sehr erfolgreiches, aber natürlich insbesondere auf ein sehr erfolgreiches erstes Jahr zurückblicken zu können. Und diese Chance habe ich gehabt. Wir haben tolle neue Produkte entwickelt, wir haben Wachstum erzielen können, wir haben unsere Marktperformance weiter verbessern können – für die Deutsche Glas und damit auch für mich persönlich war es ein rundes Jahr 2008. Und wir arbeiten alle hart daran, dass wir 2010 sagen können, das Jahr 2009 war auch ein rundes Jahr. Ich bin zuversichtlich.


Aachen, März 2009


Ansprechpartner für die Presse: Marcel Fila

SAINT-GOBAIN Deutsche Glas GmbH - Marketing
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